DIAMANTENBÖRSE

Pleiten, Pech und Diamanten

Das Pleite-Duo Josef Orgler und Anita Mikulski, spätere Muna Abdallah Saloom, eröffnete 1974 die Diamanten­börse in Frankfurt, die erste in Deutschland. Aus dem hochkarätigen Versprechen, die Main-Stadt neben Antwerpen, Tel Aviv und New York zu einem Zentrum der Glitzersteine zu machen, wurde nichts – die Investoren wanderten Ende der 70ger-Jahre nach einer langen Odyssee und viel „Tamtam“ ins Gefängnis.

Die Schulden, die die beiden machten, beliefen sich auf über 100 Millionen Deutsche Mark.

Es wurde bestochen, spekuliert und gefeilscht –und das alles unter dem Deckmantel der großen Öffentlichkeit. So gehörte beispielsweise zu den „Eingewickelten“ der damalige Sparkassen-Generaldirektor – gerne nahm er die großzügigen Geschenke des Diamanten-Duos an, um windige Kredite zu vergeben. Oder auch Hessens Wirtschaftsminister Heinz Herbert Karry, der die teuren Geschenke gar in seiner Vitrine ausstellte.

Eine große Affäre, die für viel Aufsehen sorgte und das Gebäude der Diamanten­börse noch heute in Verbindung mit

einer der sattesten Verlustgeschichten Frankfurts bringt.

 

Was das alles mit Ardi Goldman zu tun haben soll? Nun ja, Rohdiamanten werden in der Regel erst dann wertvoll, wenn sie geschliffen werden! Wetten, dass die Main-Metropole in Zukunft neben Antwerpen, Tel Aviv und New York zu einem Zentrum urbanen Arbeitens wird?! Und statt Verlust zu machen, gibt es hier nur Gewinner: die Stadt Frankfurt, das Neustadtquartier und natürlich die Mieter des MA*.

Es wurde bestochen, spekuliert und gefeilscht - Schriftzug

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